23.04.2021

Funkausbildung unter Pandemiebedingungen

Helferanwärter des Regionalbereichs Mannheim werden online und in Kleinstgruppen geschult

Jeder Handynutzer kennt das Problem, dass man bei Veranstaltungen mit vielen Besuchern irgendwann keine Verbindung mehr bekommt oder beim Fahren unter Hochspannungsleitungen das Telefongespräch abbricht. Daher nutzen Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und auch das THW Funk zur Kommunikation – genauer BOS-TETRA-Funk. Das ist der digitale Funk für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, kurz BOS.

Dieser unterliegt klaren Regeln, die jeder Benutzer kennen muss. Einsatzkräfte dürfen darin nur funken, wenn sie die Abläufe, Vorschriften und Gesetze gelernt und sich zu ihrer Einhaltung verpflichtet haben.

Da das THW auch in diesen Pandemiezeiten weiterhin neue Einsatzkräfte aufnimmt und ausbildet, muss natürlich auch der Bereich Funk zeitnah ausgebildet werden. In den vergangenen zwei Wochen wurden daher 14 neue Helferinnen und Helfer der Ortsverbände Mannheim und Wiesloch-Walldorf durch den Ausbilder der Regionalstelle Mannheim Christian Geier im Analog- und Digitalfunk geschult. Um dabei möglichst wenig direkte Kontakte zu haben, fanden zunächst abends drei Online-Veranstaltungen statt, bevor alle zum Abschluss den praktischen Umgang mit den Funkgeräten in Kleinstgruppen bei Präsenstreffen lernten.

Dass die Online-Schulungen nicht nur Nachteile, sondern auch einen echten Vorteil bieten, zeigte sich während des Kurses. So war eine Teilnehmerin berufsbedingt in Norddeutschland und konnte an den abendlichen Veranstaltungen trotzdem problemlos teilnehmen. Ebenso eine weitere Einsatzkraft, die sich aus ihrem Bett im Krankenhaus zuschaltete.

In den Online-Schulungen wurden nicht nur Gesetzestexte, Fachbegriffe und technische Basisdaten, also reine Theorie vermittelt, sondern auch der Ablauf der Funksprüche immer wieder praktisch geübt. Am dritten Abend fand dann eine Lernerfolgskontrolle per Online-Fragebogen statt. Durch diese konnte der Ausbilder, aber auch jeder einzelne feststellen, ob die wichtigsten Wissensteile verstanden worden sind. Beim abschließenden Präsenstreffen bekam jeder ein Digitalfunkgerät seines Ortsverbands, an dem die Einstellung der verschiedenen Rufgruppen, der Wechsel zwischen Direktbetrieb und Netzbetrieb, der Notruf und vieles mehr gezeigt und geübt wurden. Mit Abschluss des Kurses sind jetzt alle Teilnehmer berechtigt und bereit, beim nächsten Einsatz das Funkgerät zu bedienen.

 


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