14.03.2021

Landtagswahlen Baden-Württemberg: THW Ortverband Mannheim im Einsatz

Wieder einmal durfte der THW Ortsverband (OV) Mannheim bei einer Wahl tatkräftig Unterstützung leisten. Auftrag: Einsammeln der Wahlunterlagen und Wahlurnen bei den 51 Wahllokalen und den beiden Briefwahlzentren und Transport ins Rathaus Mannheim.

Seit vielen Jahren unterstützt der THW OV Mannheim die Stadt Mannheim bei Wahlen mit zahlreichen Fahrzeugen und Helferinnen und Helfern.

Einsatzauftrag: Einsammeln der Wahlunterlagen und -urnen bei den Wahllokalen und Briefwahlzentren im Stadtgebiet, Transport ins Rathaus Mannheim und Koordination der Abholung durch ein spezielles Wahlteam.

Am Sonntag, den 14.03.2021, um 12 Uhr trafen sich alle Helferinnen und Helfer zu einer Videokonferenz, um den Ablauf des Einsatzes und die Zeitslots zur Abfahrt zu klären. Aufgrund der Pandemielage ist es unsere besondere Pflicht die Gefährdung der THW-Einsatzkräfte möglichst niedrig zu halten. Daher wurden im Vorfeld Zehn-Minuten-Zeitslots definiert, zu denen die Einsatzkräfte das Rettungszentrum betreten, sich umziehen, die Verpflegung und das Informationsmaterial einsammeln und anschließend die Fahrzeuge besetzen und zu den sogenannten Bereitschaftsräumen abfahren. Wie zu jeder Wahl werden die Fahrzeuge, die die Wahlunterlagen und -urnen aufnehmen sollen, strategisch klug im Stadtgebiet verteilt. Ab 15:45 Uhr rollten die ersten Fahrzeuge vom Hof des Rettungszentrums in Friedrichsfeld.

Diese Wahl musste jede Helferin und jeder Helfer vor Abfahrt einen sogenannten Riechtest durchführen. Dabei wird über eine Smartphone-App und ein Riechbriefchen geprüft, ob die Einsatzkraft in der Lage ist, einen intensiven Duftstoff korrekt zu erkennen. Nur wer diesen Test besteht, darf überhaupt in den Einsatz. Diese Auflage wurde dem THW von der Stadt gemacht, die auch die Riechtests zur Verfügung stellte.

Dann heißt es warten. Die Helferinnen und Helfer, bestens verpflegt durch ein großes Lunchpaket, standen verteilt im Stadtgebiet und harrten auf den ersten Einsatz. Dieser ließ nicht lange auf sich warten: um 18:36 Uhr meldete das erste Wahllokal das Ende der Auszählung und die Bereitstellung der Unterlagen und Urnen. 

Ab ca. 20 Uhr ging es dann Schlag auf Schlag weiter. Teilweise im 30-Sekunden-Takt meldeten sich Wahllokale telefonisch im Rathaus. Dort saßen zwei Helfer an den Telefonen, nahmen die Anrufe entgegen und füllten einen Laufzettel aus. 

Dieser wurde an den Disponennten weitergegeben, der alle 11 Fahrzeuge, 51 Wahllokale und zwei Briefwahlzentren im Blick hatte. Er teilte den Fahrzeugen Einsatzaufträge zu. Der Laufzettel, nun mit Angabe eines zugeteilten Fahrzeugen versehen, wanderte zum Funker. Dieser gab Einsatzaufträge weiter und wertete Rückmeldungen aus.

Die Koordination klappte sehr gut. Wartezeiten für Wahllokale ergeben sich immer, aber durch die geschickte und geplante Steuerung aus dem Rathaus heraus, hielten sich die Wartezeiten in Grenzen.

Benjamin Wenker, Zugführer des OV Mannheim, fasst es so zusammen: "Da wir im Ortsverband seit Jahren Unterstützung bei Wahlen leisten, verfügen wir über zahlreiche Helferinnen und Helfer mit entsprechender Erfahrung. Die Abläufe sind bekannt und die Teams eingespielt. Die Zusammenarbeit mit der Stadt funktioniert, wie immer, hervorragend."

Gegen 22:30 Uhr rollte der letzte LKW vor das Rathaus, wurde entladen und die Helferinnen und Helfer konnten zurück zur Unterkunft fahren. Auch hier galten wieder Zeitslots, in denen die Fahrzeuge auf den Hof fuhren und sich die Helferinnen und Helfer umziehen konnten.

Während des gesamten Einsatzes wurde auf Hygiene, Abstände und corona-bedingte Vorsicht geachtet. Statt Unterschriften zu leisten, wurden die Namen der Wahlleiter und Abholer zugerufen und so in den Unterlagen vermerkt. Von der Stadt wurden FFP2-Masken und Einmalhandschuhe zur Verfügung gestellt. An Bord jedes Fahrzeuges befindet sich Desinfektionsmittel.

Gegen 23 Uhr hieß es dann Dienstende.

 

Dazu schrieb der Mannheimer Morgen:

Technisches Hilfswerk: Transport der Stimmzettel - Die Wahl als Großeinsatz

Gleich doppelt gefordert war das Technische Hilfswerk am Wochenende: Mit einem Großeinsatz unterstützten die Mitglieder des Ortsverbandes die Stadt bei der Abwicklung der Landtagswahl. Sechs Helfer mit zwei Fahrzeugen bereiteten zunächst in der Friedrich-List-Schule sowie erstmals der Eberhard-Gothein-Schule die ganze Einrichtung zur Auszählung der Briefwahlstimmen vor. 24 THW-Mitglieder mit elf Fahrzeugen waren dann den ganzen Abend unterwegs, um Stimmzettel, Namenslisten und alle anderen Unterlagen aus den ganzen Wahllokalen ins Rathaus zu transportieren – denn sie gelten als amtliche Dokumente, die stets in besonderer Obhut sein müssen.

Essen nach Autobahnunfall

Daher wird das THW schon seit Jahren mit dieser Aufgabe betraut doch wegen der Corona-Pandemie war es so kompliziert wie nie. „Wir mussten ganz besondere Hygieneregeln beachten, damit wir nicht das vielleicht in irgendeiner als Wahllokal dienenden Schule vorhandene Virus weitertragen“, so THW-Ortsbeauftragte Nicole Dudziak. Dennoch habe sie schnell die nötigen Mitstreiter gefunden. „Das ging ganz schnell – viele waren froh, dass sie mal wieder raus konnten“, so Dudziak.

Aber in der THW-Unterkunft durften sie sich nicht zusammen umziehen, sondern im Zehn-Minuten-Takt. Alle bekamen vorher Fieber gemessen und die Stadt hatte ihnen zudem Corona-Schnelltests, Desinfektionsmittel und Einweghandschuhe zur Verfügung gestellt, die nach jedem angefahrenen Wahllokal gewechselt wurden. Neben den 24 Helfern, die den Fahrdienst übernahmen, waren acht weitere THW-Mitglieder mit Koordination am Funk und der Entgegennahme der Unterlagen im Rathaus beschäftigt.

Bereits am Samstag unterstützte das THW Mannheim die Kollegen aus Sinsheim, Wiesloch und Walldorf nach einem schweren Lkw-Unfall auf der A 6. Der 40-Tonner hatte 32 Paletten Waschmittel an Bord, die vom THW per Hand abgeladen werden mussten. Danach gab es als Stärkung für über 50 Einsatzkräfte mitten in der Nacht Nudeln, gekocht vom THW-Team Mannheim. pwr

 

 


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