12.03.2022

Unterkunft für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine kurzfristig aufgebaut

Mannheim, 12.03.2022. Rund 50 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr, der Johanniter-Unfall-Hilfe und des Technisches Hilfswerks bereiteten am Samstag, den 12.03.2022 die Lilli-Gräber-Halle in Mannheim-Friedrichsfeld für die vorübergehende Aufnahme von bis zu 200 Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine vor.

Damit Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine fliehen, in der Lilli-Gräber-Halle kurzfristig Schutz, Verpflegung und einen sicheren Schlaf finden können, waren am Samstag rund 50 Helfende der Freiwilligen Feuerwehren Abteilung Friedrichsfeld (10) und Seckenheim (8), des Johanniter Ortsverbandes Mannheim (14) und des Technisches Hilfswerk Ortsverbandes Mannheim (10) im Einsatz. 

Der Einsatz im Auftrag der Stadt Mannheim begann für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte bereits um 9 Uhr. Durch die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks wurde zunächst der Boden der Sporthalle mittels PVC-Bahnen abgedeckt, um diesen vor Beschädigungen zu schützen. Anschließend bauten sie rund 200 Feldbetten auf, jeweils zwei nebeneinander. 

Eine Behelfstreppe aus Paletten errichteten die Kräfte des Technischen Hilfswerks, damit der Weg vom nebenstehenden Gebäude der Johanniter kürzer wird. So können Materialien direkt und ohne langen Umweg in die Lilli-Gräber-Halle transportiert werden. Die Treppe war notwendig, da die Lilli-Gräber-Halle ca. einen Meter unter dem Gelände des Rettungszentrums der Johanniter, Freiwilligen Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks liegt.

Auch die Johanniter bereiten vor Ort alles für ihre künftigen Aufgaben in der Notunterkunft vor. Im Rahmen des Bevölkerungsschutzes übernehmen sie, neben der medizinischen Betreuung, die Covid-19-Schnelltestung und koordinieren die Versorgung der Geflüchteten mit Essen und Getränken. Außerdem übernehmen sie die Registrierung der ankommenden Menschen, erfassen also Namen und weitere Daten. 

Dr. Peter Kurz, Oberbürgermeister der Stadt Mannheim, zum Einsatz der ehrenamtlichen Einsatzkräfte: „Ohne die eingespielte Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen wären wir überhaupt nicht in der Lage, eine solche Situation zu bewältigen.“


Bereits im April 2020 griff die Stadt auf die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Zivil- und Katastrophenschutzorganisationen bei der Vorbereitung der Jugendherberge Mannheim im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie zurück. Dass die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Johannitern und THW sehr gut funktioniert, basiert auf jahrelanger Kameradschaft und regelmäßigen gemeinsamen Übungen.


Alle eingesetzten Kräfte wurden am Samstag durch weitere sieben ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der Fachgruppe Logistik-Verpflegung des THW Ortsverbandes Mannheim mit Lasagne, Brokkoli-Couscous, Salat und roter Grütze mit Vanille-Eis versorgt. Da sich das Rettungszentrum mit der Unterkunft des Technisches Hilfswerk und der Freiwilligen Feuerwehr Abteilung Friedrichsfeld direkt neben der Lilli-Gräber-Halle befindet, wurde das Essen dort eingenommen.


„Die Zusammenarbeit zwischen den Blauen, den Weißen und den Roten klappt gut wie immer. Ich kenne es nicht anders,“ so Mario König, Abteilungsleiter bei der Berufsfeuerwehr Mannheim und heute Einsatzleiter beim Umbau der Lilli-Gräber-Halle. 


Die Einhaltung der Covid-19-Schutzmaßnahmen spielten natürlich auch bei diesem Einsatz eine wichtige Rolle. So arbeiteten alle Einsatzkräfte mit geeignetem Mund- und Nasenschutz.

Ziel der Stadt Mannheim ist es, die Geflüchteten schnellstmöglich in geeigneten Wohnräumen unterzubringen, beispielsweise in Hotels, Boarding-Houses, Studentenwohnheimen oder auch in Wohnungen der GBG – Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH.


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